Trockentoiletten

Komposttoiletten

deutsche journalisten dienste Bild: 36811Bei der Trockentrenntoilette (TTC) wird die natürliche Trennung menschlicher Ausscheidungen konsequent beibehalten, indem Urin und Exkremente getrennt aufgefangen werden. Hierbei wird der Urin entweder in die Kanalisation abgeleitet oder in einem Behälter aufgefangen und z. B. als Dünger im Garten eingesetzt. Die festen Exkremente und das Toilettenpapier werden unter Beimengung groben, zellulosehaltigen Materials (Rindenschrot, Hobelspäne, Stroh) in einem Behälter aufgefangen, der sich unter dem TTC befindet. Eine spezielle Hygieneklappe sorgt für einen Verschluss des Behälters. Die Feststoffe lassen sich dann kompostieren. Dadurch kann Trinkwasser eingespart und Kläranlagen und Deponien entlastet werden, da der Klärschlamm aus Kläranlagen oft aufgrund enthaltener Schadstoffe als Sondermüll auf Deponien entsorgt werden muss.

Je nach dem weiteren Umgang mit den Exkrementen können TTC in verschiedene Bauarten eingeteilt werden:

TTC mit Sammelbehälter: Die Exkremente werden in einem Behälter gesammelt. Dieser hat ein Volumen von 20 bis 200 Liter und befindet sich im oder unter dem Toilettenstuhl. Die Entleerung erfolgt manuell in einen Gartenkomposter oder eine zentrale Sammelstelle.

TTC mit Kombitank: Bei dieser neuen Bauart werden Urin und Exkremente in einem kombinierten Sammelbehälter getrennt gelagert. Dieser Behälter wird komplett in den Boden eingebaut und ist für 2000 Toilettenbenutzungen ausgelegt, ehe er geleert werden muss.

TTC mit Komposter: Die Exkremente werden in einem speziellen Komposter unter dem Toilettensitz kompostiert. Dieser muss in einem Raum unter dem Toilettenraum aufgestellt werden. Die flüssigen Anteile werden abgeleitet. Die festen Bestandteile werden zersetzt, während sie, der Schwerkraft folgend, auf der abschüssigen Innenwand des Behälters abwärts rutschen. Unten befindet sich eine Entnahmeklappe, wo der reife Kompost entnommen werden kann.
Das TTC soll über ein Abluftsystem verfügen, dadurch ist die Benutzung geruchsärmer als beim WC. Etwa entstehende üble Gerüche werden aufgrund des herrschenden Unterdrucks abgesaugt (Kamineffekt).

http://de.wikipedia.org/wiki/Komposttoilette

Ein Plädoyer gegen moderne Wassertoiletten

Jeder deutsche Bundesbürger verbraucht im Haushalt pro Tag durchschnittlich 128 Liter Wasser. Allein 35 Liter Wasser verbraucht eine Person täglich, einzig um Fäkalien wegzuspülen.Die herkömmlichen Wasserspültoiletten benötigen 6-10 Liter Wasser für eine Spülung.
Die bis zu Mitte des 19.Jh eingesetzten einfachen Trockentoiletten ohne Separierung wurden durch ,,moderne’’ Wasserspültoiletten ersetzt. Der mangelnde Fortschrittsgedanke der Hygienisierung von Trockentoiletten brachte den gravierenden ökologischen Unsinn einer Wasserspültoilette mit sich.

Sie gilt für den hygienischen Fortschritt und für die Sauberkeit. Jedoch vermischt der Mensch mit jeder Spülung den Wasserkreislauf mit dem Nährstoffkreislauf der Natur, um sie anschließend in äußerst aufwendigen Verfahren der Klärung  wieder zu trennen, oder direkt in das Gewässer fließen zu lassen. Selbst die besten Klärreinigungsanlagen schaffen nicht die hundertprozentige Trennung des Abwassers. Phosphor und Stickstoff düngen weiterhin die Gewässer. Des Weiteren wird hochwertig aufbereitetes Abwasser zu Trinkwasser umgewandelt, um anschließend wieder zur Exkremententsorgung benutzt zu werden.

Die traditionelle Abwassertechnik aus Spültoilette, Schwemmkanalisation und Kläranlage ist nicht ökologisch nachhaltig. Durch die weitere Mischung von Schwarz, Gelb und Grauwasser werden die Stoffe so stark verdünnt, dass die Reinigung immer komplizierter und teurer wird. Die Kanalsysteme benötigen für den Bau und die Wartung 80% der Gesamtausgaben des gesamten Abwassersystems.

http://www.nonwatersanitation.de/